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Mangel an Routine
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- Veröffentlicht am Montag, 30. Januar 2012 14:23
In einem nervenaufreibenden Duell schnupperten Albstadts Drittliga-Handballerinnen an der nächsten Überraschung. Gegen TuS Neunkirchen unterlag die HSG nur knapp mit 25:27 (16:15).
Die Albstädterinnen bestätigten gegen Neunkirchen ihren Aufwärtstrend der vergangenen Wochen und boten dem Favoriten vor heimischer Kulisse toll die Stirn. Vom Anpfiff weg waren die HSG-Damen hellwach, standen in der Abwehr gut und überzeugten in der Offensive mit einer ordentlichen Wurfausbeute.
Schon mit dem ersten Angriff sorgte Helen Schick nach 30 Sekunden für die Führung, nach etwas mehr als einer Minute folgte das 2:0 durch Viola Biro. Nicht nur Neunkirchen zeigte sich beeindruckt vom couragierten Beginn der HSG, auch die Schwarz-Roten selbst schienen kurzzeitig überrascht. Aus dem Vorsprung wurde nach dreieinhalb Minuten ein 2:3-Rückstand. Anders als in der Hinrunde ließen sich die Albstädterinnen von ihrer kurzen Durststrecke gegen den TuS aber nicht aus dem Konzept bringen, agierten in allen Mannschaftsteilen weiter forsch und drehten einen 5:7-Rückstand in eine 12:11-Führung (20.). Wenige Sekunden später hatten die Schwarz-Roten gar die Möglichkeit auf das Zwei-Tore-Polster: Ein langer Pass der gut aufgelegten Torhüterin Nadine Pfeifer landete aber in den Armen einer Gegenspielerin. Im Anschluss blieb die Partie weiter eng, ohne dass Neunkirchen seiner Favoritenrolle gerecht werden konnte. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang Biro für Albstadt das 16:15.
Ähnlich wie im ersten Spielabschnitt begeisterte auch der zweite Durchgang mit wechselnden Führungen. Neunkirchen warf das 16:17, Biro traf zum 18:17, dem TuS gelang das 24:25, ehe es im Mazmann richtig hitzig wurde. In der Schlussphase überboten sich beide Teams an Nervosität, die Hektik sorgte für zusätzlich Spannung. Nach 55 Minuten nahm HSG-Trainerin Zeljka Rajak ihre Auszeit: Mit Erfolg. Neunkirchen blieb über drei Minuten ohne Treffer, Albstadt glich in der 59. Minute zum 25:25 aus. Schließlich haperte es bei der HSG an der Routine. Im Angriff fehlte dem jungen Rajak-Ensemble die letzte Entschlossenheit, in die Defensive schlichen sich Fehler ein. Zwölf Sekunden vor dem Ende nutzte der TuS einen Fehlpass zum Tempogegenstoß und traf zum 25:27-Endstand. „Die Leistung war richtig toll. Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt", haderte Rajak nach der Niederlage. „Am Ende war die Routine von Neunkirchen ausschlaggebend. Für die Mädels ist es richtig schade."
Quelle: Zollern-Alb Kurier vom 30.01.2012




