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Trainerin Rajak warnt vor Torjägerin Jelicic

Optimistisch gehen die Albstädter Drittliga-Handballerinnen ins morgige Heimspiel gegen den TuS Neunkirchen. Gegen den Tabellenfünften will die HSG ihren Aufwärtstrend fortsetzen.

Was Albstadts Handballerinnen am zurückliegenden Wochenende vollbrachten, war die Sensation der laufenden Spielzeit. Als krasser Außenseiter machte sich das Ensemble von Trainerin Zeljka Rajak auf die Reise zum VfL Waiblingen. Deutlicher hätte der Leistungsunterschied dabei kaum sein können. Waiblingen verlor bis zu dem Duell mit der HSG noch keine Partie und leistete sich als ungeschlagener Spitzenreiter lediglich ein Unentschieden.

Albstadt wiederum gelang bis vor Wochenfrist nur ein Sieg und lag abgeschlagen am Tabellenende. So offensichtlich das Kräfteverhältnis auch war, umso überraschender war das Ergebnis: Die Schwarz-Roten gewannen 27:23. Der Erfolg sorgt mit Blick auf die kommenden Aufgaben für neues Selbstvertrauen. „Die Mädels haben gezeigt, dass sie auch gegen eine starke Mannschaft gewinnen können. Ich bin richtig stolz", freute sich Rajak auch noch Tage nach dem Coup.

Nach der Begegnung mit dem Liga-Primus wird es für die Albstädterinnen morgen Abend allerdings nicht unbedingt leichter. Der TuS Neunkirchen kommt in den Ebinger Mazmann (Beginn 20 Uhr). Mit acht Siegen aus 14 Spielen rangieren die Saarländerinnen hinter den Titelaspiranten Waiblingen, 1. FSV Mainz 05, SV Allensbach sowie SG H2Ku Herrenberg auf Position fünf und halten sich problemlos im gesicherten Mittelfeld. Zuletzt gelang dem TuS ein souveräner 35:30-Erfolg über den Drittletzten TV Grenzach. Neunkirchen überzeugte dabei allerdings nur in den ersten 20 Minuten und profitierte anschließend von seiner Routine. Nach dem frühen Sieben-Tore-Vorsprung brach der TuS nämlich ein und leistete sich eine ganze Reihe technischer Fehler. Grenzach warf sich Tor um Tor heran. „Wir haben anfangs sehr konzentriert gespielt und hoch geführt, aber nach einigen Ungenauigkeiten in Abwehr und Angriff ging es plötzlich ganz schnell. Und der Gegner hat seine Chancen genutzt", erklärte Trainer Mirko Pesic. So gingen die TuS-Damen nur mit einem 19:17-Vorsprung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel lieferten sich die beiden Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe, die Partie wurde zu einem offenen Schlagabtausch. In der hitzigen Schlussphase behielt Neunkirchen kühlen Kopf und rettete eine Fünf-Tore-Führung über die Zeit. „Es war am Ende ein reines Nervenspiel. Grenzach konnte befreit aufspielen, da wir in der Favoritenrolle waren", resümierte Pesic, der den Erfolg seiner Truppe vor allem der überragenden Aleksandra Jelicic zu verdanken hatte. Die 37-jährige Serbin stellte die Grenz-acherinnen immer wieder vor große Probleme. Albstadt Trainerin Rajak ist gewarnt: „Auf sie müssen wir aufpassen."

Gleichsam dürfte der Kroatin aber ebenfalls nicht entgangen sein, dass der TuS mit einer couragierten Mannschaftsleistung alles andere als unschlagbar ist. Zwar hält sich Rajak im Postulieren ehrgeiziger Ziele zurück, weiß aber um das Potenzial ihres Teams: „Das wird wieder eine ganz schwierige Aufgabe für uns. Wie gegen Waiblingen müssen wir 60 Minuten konzentriert sein. Dann wird man sehen, was passiert."

Quelle: Zollern-Alb Kurier vom 27.01.2012